www.rambod.org
Schab-e Yalda (شب يلدا)

In der letzten Nacht des Herbsts feiern die Iraner die Yaldā-Nacht (šab-e yaldā), deren erster Wortbestandteil sich aus dem Syrischen herleitet und “Geburt” bedeutet, womit die Geburt des Mithras gemeint ist. Der Kult des Mithraismus verbreitete sich in der Antike von Babylonien und Kleinasien aus bis ins Römische Reich und nach Europa und übte grossen Einfluss auf das Christentum aus. Einige kultische Zeremonien sind aus dem Mithraismus übernommen worden, z.B. der Glaube an die Auferstehung, das Taufritual, die Feier des Sonntags als dem Tag der Sonne und arbeitsfreien Tag, der Weihnachtsbaum etc.
Am Ende des 4. und Anfang des 5. Jahrhunderts nach christlicher Zeitrechnung wurde das
Yaldā-Fest vom 21. auf den 25. Dezember des Jahres verlegt (Wintersonnenwende) und als Vorabend der Geburt Christi mit neuem Sinn behaftet. Šab-e Yaldā als die längste und dunkelste Nacht des Jahres wird bei den Iranern in familiärem Rahmen gefeiert. In der persischen Literatur werden sowohl die Länge und dunkle Farbe der Haare der Geliebten, als auch die Länge der Trennung zwischen dem Liebhaber und der Geliebten gerne mit der Chiffre Yaldā bezeichnet.

Willkommen!
Willkommen zu meinem Weblog! Hier erfahren Sie künftig ungefiltertes aus dem Iran aus zuverlässigen Quellen.